AUSFAHRTEN 2011

23.01.12

 
 

 

Schlußfahrt des JDOST-JEC vom 23.10.2011

unter dem Motto "Katzen im Herbstlaub"

Zusammengefaßt von Georg B.

Katzen im Herbstlaub 

Unsere Ennstal-Classic erprobten Organisatoren Isabella (Ladies first) und Christian haben für die letzte Ausfahrt des Jahres ein Roadbook mit drei fein austarierten & kurzweiligen Etappen durch Teile Niederösterreichs und der Steiermark für uns zusammengestellt.  

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Relais & Chateaux Hanner in Mayerling, das von Sekt bis zum Räucherlachs keine Wünsche offen lies, wurden in bewährter Manier die Startnummern (nach Baujahren aufsteigend) vergeben. Wie bestellt durchdrang auch die Sonne die Wolkendecke, so dass pünktlich um 10 Uhr bei Sonnenschein die Motoren zum Leben erwachten und sich die Katzenschar in Bewegung setzte, gefolgt von einem silbernen deutsch-spanischen Fremdexemplar. 

Die erste Etappe über 30 Kilometer führte uns über Hainfeld und Weissenbach a.d. Triesting nach Furth, die Mautstrasse hinauf auf den nördlichsten Tausender Österreichs, das Hocheck. Während die Fahrzeuge nach der kurzen Bergetappe unter den herbstlich eingefärbten Laubbäumen pausierten (und für so manches Foto posierten), machten wir uns auf zur Meyringer Warte (1.037 Höhenmeter), die wir nach wenigen Metern erreichten. Der eiskalte Wind lies uns die tolle Aussicht jedoch nur kurz genießen und nach einem Gruppenfoto am höchsten Punkt des Tages ging es wieder talwärts. 

Dort angekommen informierte uns Christian von einem außerplanmäßigen Besuch der Privatsammlung von Wolfgang A. Bereits der Union Jack am Eingangstor und der im Hof parkende Rover ließen einiges vermuten. Als dann aber geräuschlos und synchron die Garagentore nach oben fuhren und sich die dahinter liegenden automobilen Pretiosen den neugierigen Blicken zeigten, herrschte einen Augenblick lang ehrfürchtige Stille, die dann nahtlos von Staunen in Bewunderung überging.

Jaguar (das erste Modell mit diesem Namen überhaupt), Rolls Royce, Bentley, Mini Cooper und Lagonda in einem Zustand zum "Niederknien" in stilvollem Ambiente. Oh my Lord! Nachdem wir uns mühsam losgerissen hatten, nahmen wir das Ziel der zweiten Etappe, Reichenau a.d. Rax, in Angriff, nunmehr von einem XJ Daimler Coupe (und weißem Schäferhund) begleitet. 

Aufgrund der niedrigen Temperaturen bewegten sich alle Motoren (und somit auch die Besitzer) im Wohlfühlbereich, die Motorhauben blieben während des Tages geschlossen und wurden nur vereinzelt für kurze Checks und zum Erfahrungsaustausch geöffnet. Majestätisch präsentierte sich der Schneeberg bereits leicht weiß angezuckert in der Herbstsonne, während unten im Tal wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt die Jags dem roten E-Type durch die Herbstlandschaft folgten. Geschmeidig wurden Klostertal und Höllental durchfahren (ohne gleichnamige Qualen zu erleiden), um dann in Reichenau im Garten von Schloß Wartholz für Fotos Aufstellung zu nehmen.  

Das Erscheinungsbild des Feldes war geprägt durch drei MK II sowie insgesamt sechs XJ aus verschiedenen Epochen - in rot, grün, schwarz und blau farblich beinahe so facettenreich wie das Herbstlaub - abgerundet vom E-Type und einem XF als Repräsentant der Neuzeit. Nach einer kurzen Stärkung, überwiegend bei Kaffee und Kuchen, dann die dritte Etappe über knapp 80 Kilometer zum Pogusch. Die Fahrt durch's Mariazeller Land zeigte schon an manch exponierter Stelle erste Grüße des Winters, allerdings nur abseits der Straße. 

Erst gegen 15 Uhr verschwand die Sonne hinter den grauen Wolken, es sollte bis zum Ziel trocken bleiben. Das Wirtshaus Steirereck am Pogusch erreichten wir etwas früher als geplant und wir waren nicht die einzigen, die sich dort eingefunden hatten. Den Tag ließen wir mit Räucherspeck und einem feinen Menue ausklingen. 

Vielen Dank an Isabella und Christian für Organisation und Steckenkomposition. 

Liebe Grüße

George B.

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2 - Tagesausfahrt des JDOST-JEC vom 06.08. bis 07.08.2011

unter dem Motto "Jaguar Classic trifft Steirische Klassik"

Zusammengefaßt von Martin S.

Bergkatzen, oder so

Ein Wochenende in der Steiermark, und zumindest unsere Autos werden immer jünger

Weil in britischen Oldtimer-Clubzeitungen die Treffengeschichten gerne mit dem Wetterbericht beginnen (und bisweilen dann schon wieder zu Ende sind), wollen wir diese liebe Gewohnheit einfach aufgreifen und verkünden: Bei der heurigen JDOST-JEC-Sommerausfahrt ist, im Gegensatz zum Südsteiermark-Wochenende des letztjährigen Sommers, die Schar der Teilnehmer nicht geschmolzen. Die Hitzeprobleme waren, sagen wir, eher punktuell auf einen Motorraum fokussiert, was hier aber gar nicht breitgetreten werden soll. Nur so viel: Beim schonenden Heimrollen auf der Autobahn strengen sich zwölf Zylinder nicht besonders an, und daheim schraubt man viel entspannter.

Die Temperaturen waren also britisch, der Regen blieb aber quasi aus, erst der Abspann der Zweitagesreise war etwas verwaschen, konnte aber den wunderschönen Erinnerungen nix mehr anhaben.

Eigentlich hätte die Ausfahrt erst am Samstag Früh begonnen, weil aber die sehr frühe Anreise im Gegensatz zum gemütlichen Zusammentreffen am Vorabend nicht die allerhöchsten Sympathiewerte genießt, trafen wir (fast) alle am Freitag Abend in Hohentauern ein, einem Ort, der ohne Wintertourismus gewiss nur aus einer Kapelle, einer Postbus-Station und zwei Wegweisern (da runter / dort runter) bestünde. Weil aber der Wintertourismus hier heftig ist, gibt’s im Sommer viele freie Zimmer in vielen Hotels, und der Parkplatz des Gasthofs Passhöhe war an jenem Abend besonders schön.

Die Autos darauf waren allerdings mehrheitlich eher jung, gemessen an der 76jährigen Geschichte der Marke Jaguar (und ihrer Bonusjahre davor): ein E-Type von 1970, ein XJ6 von 1978, ein XJ-S von 1988, das neueste Auto war überhaupt ein XF 2,2 Diesel von 2011, dessen Zylinderzahl besonders heftig diskutiert wurde und darob hier nicht erwähnt werden soll.

Die erste Samstagsetappe war perfekt zum Aufwärmen, weil nach sieben Kilometern schon wieder zu Ende: Von der Edelrautehütte aus erklommen wir zu Fuß den Scheibelsee, um ihn zu umrunden und anschließend in der Hütte zur ersten Stärkung niederzusinken. Ob dieser Fußmarsch eine Wanderung oder ein Spaziergang war, musste von jedem Jaguarfan selbst geklärt werden, der Unterschied war allerdings völlig belanglos angesichts der wunderschönen Landschaft, die von Bergen gesäumt um uns herum aufgebreitet war.

Die Ausfahrt wurde dann doch noch etwas länger, unsere Organisatoren Claudia und Karl, treue Hohentauern-Urlauber seit 1997, nutzten ihre Ortskenntnis und die 363 PS des 1998er Jaguar XJR (dem Vernehmen nach soll Karl letzteren Punkt mit etwas mehr Vehemenz vertreten haben), um den Konvoi flott durch die Steiermark zu führen und an interessanten Orten einzubremsen. So sahen wir das Museum der Brauerei Murau (die sehr sachliche Museumsführerin war offensichtlich in eine andere MuseumsführerInnenschule gegangen als der Hopfenmichl, der uns vorigen Sommer kabarettreif durch seine Privatbrauerei geleitet hatte), zapften dann noch eine Tankstelle leer (der Vierzylinder-Diesel fuhr durch) und widmeten uns in Hohentauern dem gemeinsamen Abendessen.

Am Sonntag richteten wir den Bug der Autos gen Gloggnitz, das wir aber nicht ohne Umwege ansteuerten: Wir verkosteten das Gesäuse, steuerten Eisenerz an, erklommen den Präbichl, speisten im Präbichlerhof, widmeten uns dann der Bildung in der von Peter Rosegger initiierten Waldschule, die 1902 eröffnet wurde und heute als Museum ihrer selbst ihre Geschichte erzählen darf. Da war das Wetter schon etwas feuchter, die Regengüsse stoppten aber mit schöner Regelmäßigkeit, wenn wir aus den Autos stiegen oder zu Fuß den Parkplatz anpeilten. Kaum fuhren wir, schon schüttete es wieder.

Diese Dramaturgie wiederholte sich bei der Jause in Ratten und beim Abendessen im Schloss Gloggnitz.

Nach dem Abendessen war der Regen schon deutlich finsterer als zuvor.

lg  Martin S.

Hier noch ein paar Eindrücke der JDOST-JEC  2 - Tagesausfahrt 2011

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1. Saisonausfahrt des JDOST-JEC am 15.05.2011

unter dem Motto "Eine Runde durch die Bucklige Welt"

 Zusammengefaßt von Monika & Herbert B.

Die Präzision der Wetterfrösche ist uns bei Eintreffen eines vorhergesagten Kaiserwetters immer genehm - vor allem an den Terminen unserer JDOST-Ausfahrten. Leider ist am Tag unserer ersten Ausfahrt in diesem Jahr schon fünf
 Tage vorher von der ZAMG ein Tief versprochen worden, welches ebenso präzise Sonntag früh mit Regenschauern und entsprechend kühlen Temperaturen eintraf. Erstaunlich, dass sich bis auf zwei, drei wasserscheue Weicheier die
 stetig wachsende Gemeinschaft der X- und S-Katzen, die diesmal liebevoll einen indisponierten Rover in ihre Mitte nahm, in der ASIA-Therme Linsberg bei Bad Erlach einfand, um auf einer Runde durch die Bucklige Welt sowie durch das südliche und mittlere Burgenland mit ihrem Alt- oder Neumetall den Unbilden der Natur zu trotzen.

Christian Zettner hatte ein überaus ambitioniertes Roadbook zusammengestellt dessen komplette Abarbeitung nicht allein durch das miese Wetter sondern auch  durch diverse ungeplante Verzögerungen durch geschwätziges Volk,
zahlungssäumige Frühstücker, steckengebliebenen Fahrzeuge die geborgen
werden mussten und andere Notdürftige verunmöglicht wurde.

 "Ladies and Gentlemen, start your engines" for the Ehrenrunde hieß es daher erst eine gute Stunde nach dem geplanten Abfahrtstermin. Es nieselte noch leicht als wir die alte B 54 unter die Räder nahmen um den Wechselpass zu erklimmen, dort oben wurde an der Talstation des Sonnenliftes von unserem ambitioniert eifrigen Fotoreporter Peter S. erneut das Katzendefilee abgelichtet, bevor wir nach kurzer Wegstrecke durch steirische Gefilde "Willkommen im Burgenland" geheißen wurden.
 In Kurhausnähe in Bad Tatzmannsdorf durften wir privilegiert direkt neben den Gebäuden des Museumsdorfes einparken, was durch die Feuchtigkeit des Erdreichs nicht ohne einige Flurschäden abging. Nach einer ausgedehnten Führung bei schon besserem Wetter durch das Gelände warteten hervorragender Kümmelbraten und andere Leckereien auf das hungrige Volk. Es wurden neue Bekanntschaften gemacht und gern hat man sich verplaudert, was dem Zeitplan Christian´s eine weitere Stunde
 anhängte, das aber dieses sonnige Gemüt mit einem stets gewinnenden
Lächeln überspielte.

 Konsequenter Weise musste aus der geplanten Dreiburgentour eine Einruinentour werden, Lockenhaus und Forchtenstein fielen aus
 Zeitmangel dem Rotstift zum Opfer, dafür wurde die seit meinem letzten Besuch vor fünfzig (!) Jahren - die Zöglinge des Bundeskonvikts Eisenstadt campierten damals im Burghof - aufwändig restaurierte Ruine
 Landsee mit einer kompetenten Führerin besucht.

 Zurück in Linsberg präsentierte man die Fotos der Ausfahrt auf einem Laptop und bevor man zum Abendessen schritt, resümierten Wolfgang Schöbel und Veranstalter Christian Zettner die Ausfahrt für den es  wohlverdienten Applaus gab, bevor einige Teilnehmer die Heimreise antraten, für die Verbliebenen gab es ein exquisites Themenbuffet, das keine Wünsche
offenließ. Wie üblich klang der Abend noch an der Bar aus, der Bettschwere nach dem opulenten Essen trotzend...

 Wir freuen uns jetzt schon auf die Obersteiermarkausfahrt Anfang August, deren Organisation wie so oft in den bewährten Händen von Claudia & Karl S. liegt,
 hasta luego!

 Monika & Herbert B.


 

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